Manchmal braucht es für einen gelungenen Spieleabend gar kein kompliziertes Brettspiel. Ein paar Karten, eine einfache Spielidee und eine Gruppe, die Lust auf ein bisschen Spaß hat, können völlig ausreichen.
Genau das haben wir mit Nonstop Cards ausprobiert. Bisher habe ich den Nonstop-Modus gespielt – zunächst zu dritt und später auch mit fünf Personen. Mit dabei waren meine Söhne und ihre Freundinnen.
Unser bisheriger Eindruck: Die Regeln sind schnell verstanden, die Vorbereitung ist überschaubar und man kann ziemlich schnell loslegen.
Stadt, Land, Fluss mit Karten
Das Grundprinzip erinnert ein wenig an Stadt, Land, Fluss. Die App gibt ein Thema beziehungsweise eine Kategorie vor und nun gilt es, möglichst schnell einen passenden Begriff zu finden.
Alle spielen gleichzeitig.
Jede Person bekommt zu Beginn einer Runde acht Buchstabenkarten. Nun nennt die App eine Kategorie und alle versuchen gleichzeitig, aus ihren Karten einen passenden Begriff zu bilden.
Die App übernimmt die Spielleitung
Die App ist dabei ein wichtiger Bestandteil des Spiels. Sie ist für den Nonstop-Modus notwendig und übernimmt die Funktion der Spielleitung.
Sie gibt die Kategorien vor und bestimmt, wann eine neue Kategorie beginnt. Für jede Aufgabe steht nur eine bestimmte Zeit zur Verfügung. Man muss also nicht nur einen passenden Begriff finden, sondern auch schnell genug sein.
Die App gibt es kostenlos für Android und Apple. Allerdings muss sie mit dem Code aus dem jeweiligen Nonstop-Cards-Kartenset freigeschaltet werden. Die kostenlose App allein reicht also nicht aus.
Schnell sein und die richtigen Buchstaben finden
Das Spielprinzip ist schnell erklärt: Die App gibt ein Thema vor und wir versuchen, möglichst schnell einen passenden Begriff mit unseren Buchstabenkarten zu legen.
Hat man seinen Begriff gelegt, geht es darum, möglichst schnell alle eigenen Karten loszuwerden.
Währenddessen sind natürlich auch die anderen Mitspielerinnen und Mitspieler aktiv. Jeder versucht, schneller zu sein als die anderen.
Falsch oder doppelt bedeutet Strafkarte
Ganz einfach nur irgendein Wort hinzulegen, funktioniert allerdings nicht. Ist der Begriff falsch oder wurde er bereits von einer anderen Person verwendet, muss man eine Strafkarte ziehen.
Das kann durchaus ärgerlich sein, wenn man gerade glaubt, besonders schnell gewesen zu sein.
Man muss also einen guten Mittelweg finden: schnell reagieren, aber trotzdem darauf achten, ob der Begriff wirklich zum Thema passt und noch nicht verwendet wurde.
Wenn plötzlich alles anders wird
Zwischendurch sorgt die App auch für besondere Aktionen. Zum Beispiel kann die Aufforderung „Drehe Deine Karten um“ kommen.
Damit verändern sich die verfügbaren Buchstaben und man muss sich sofort auf die neue Situation einstellen.
Solche Aktionen bringen zusätzliche Abwechslung ins Spiel. Gerade wenn man sich gedanklich schon auf seine vorhandenen Buchstaben eingestellt hat, kann plötzlich alles wieder anders sein.
Die ersten beiden bekommen Punkte
Entscheidend ist, wer seine acht Karten zuerst loswird.
Die erste Person, die keine Karten mehr hat, belegt Platz 1 und bekommt entsprechend die meisten Punkte. Die zweite Person bekommt die Punkte für Platz 2.
Alle anderen gehen in dieser Runde leer aus und bekommen null Punkte.
Danach beginnt eine neue Runde. Wieder bekommt jede Person acht Buchstabenkarten und das Spiel geht von vorne los.
Das Ziel ist dabei klar: Wer zuerst 10 Punkte erreicht, gewinnt das Spiel.
Zu dritt und zu fünft
Wir haben Nonstop Cards bisher sowohl zu dritt als auch zu fünft gespielt. Beides hat funktioniert und vor allem Spaß gemacht.
Mit fünf Personen wird es natürlich etwas hektischer. Gleichzeitig ist genau das ein Teil des Reizes. Alle suchen gleichzeitig nach Begriffen, legen ihre Karten und versuchen, möglichst schnell fertig zu werden.
Wenn dann jemand genau den Begriff verwendet, den man selbst gerade im Kopf hatte, kann es schon einmal eine Strafkarte geben.
Wenig Vorbereitung, direkt losspielen
Was mir an Nonstop Cards besonders gefällt, ist der unkomplizierte Einstieg.
Die Regeln sind einfach und die App übernimmt die Spielleitung. Dadurch muss niemand aus der Runde permanent darauf achten, welche Kategorie gerade gespielt wird oder wann die nächste Aufgabe beginnt.
Man kann sich also zusammensetzen, die Karten verteilen, die App starten und ziemlich schnell mit dem eigentlichen Spielen beginnen.
Gerade für einen spontanen Spieleabend finde ich das angenehm.
Ich habe bisher ausschließlich den Nonstop-Modus ausprobiert und kann deshalb noch nichts über andere Spielvarianten sagen.
Für unsere bisherigen Runden fällt mein Fazit aber positiv aus. Nonstop Cards ist einfach zu verstehen, schnell vorbereitet und macht Spaß.
Mir gefällt vor allem das gleichzeitige Spielen. Niemand sitzt lange herum und wartet auf seinen Zug. Alle sind ständig damit beschäftigt, einen passenden Begriff zu finden und ihre Karten loszuwerden.
Die App bringt dabei die Kategorien und besonderen Aktionen ins Spiel und übernimmt die Rolle der Spielleitung.
Und auch das Spielziel ist angenehm einfach: 10 Punkte erreichen und gewinnen.
Wir haben es bisher zu dritt und zu fünft gespielt und werden sicherlich noch weitere Runden folgen lassen.
Wenig Vorbereitung, einfache Regeln, ein bisschen Zeitdruck und jede Menge gemeinsamer Spaß – für einen lockeren Spieleabend funktioniert Nonstop Cards für uns bisher ziemlich gut.
